Wiederentdeckt: Alt, aber sehr lustig
Ach ja, ich rauche wieder.
Scheiß Weihnachtsfeiern …
Ach ja, ich rauche wieder.
Scheiß Weihnachtsfeiern …
Also eins muss ich sagen: Ich bin mittlerweile echt stolz auf mich. Okay, 17 Tage sind jetzt nicht die Welt – das weiß ich. Jedoch fällt mir die ganze Aufhörerei ziemlich leicht. Im Prinzip so leicht, dass ich selten so gut wie nie ans Rauchen denke und auch gestern mit ner Kollegin im Auto mitgefahren bin – während sie rauchte – ohne es zu merken bzw. mich daran zu stören. Also alles in Butter bei mir.
Okay, warum schreib ich jetzt darüber, wenn alles so easy ist.
Eigentlich nur, weil unsere Wette ihr erstes Opfer zu beklagen hat: Claudia schrieb heute um kurz nach 12 Uhr eine SMS, dass sie wieder geraucht hat. Eigentlich finde ich das recht gut, weil sie im Endeffekt am meisten unter dem Aufhören gelitten hat. Ich mein, das soll dann auch nicht der Sinn so einer Aktion sein, wenn es uns danach bedeutend schlechter geht als vorher. Andererseits bin ich natürlich auch im gesunden Maße enttäuscht … aber nun gut, das heißt ja nunmal auch nicht, dass ich wieder anfangen muss.
Auf jeden Fall werden wir demnächst auf Arbeit darüber diskutieren müssen, ob wir sie von ihrem Wetteinsatz erlösen. Einerseits bin ich da vollkommen bei ihr, da das Nichtrauchen im meinen Augen eher negative Auswirkungen auf sie hatte, andererseits: Wette ist nunmal Wette.
Ich werd mal drüber schlafen müssen.
Während meiner Zeit als Raucher (also vor nunmehr fast 2 Wochen) habe ich täglich mindestens 30Zigaretten geraucht – meistens waren es jedoch mehr. Allein eine nach dem Aufstehen, eine nach dem Duschen, eine vorm Herausgehen, eine auf dem Weg zur Straßenbahn, eine auf dem Weg von der Straßenbahn zum Zug, 2 beim Warten auf die Tram in Leipzig, eine auf dem Weg von der Tram zur Arbeit, eine beim Ankommen auf Arbeit und eine vor Arbeitsbeginn. Ergo habe ich im Zeitraum von 5.50 Uhr – 9.00 Uhr im Schnitt schon 9 Zigaretten weggeraucht.
Nun gut, nun hatte ich nach meinem unfreiwillig freiwilligen Reinrutschen in die Wette fast einen Monat Zeit, mich aufs Aufhören einzustimmen. Am 01.07.09, also dem ersten Tag, habe ich mein Zimmer komplett von allen Raucherindizien befreit, also alle leeren Zigarettenschachteln und die Aschenbecher raus. Weiterhin habe ich sehr ausdauernd gelüftet. Das Ergebnis ist, dass mir das Aufhören (zumindest bis heute, also genau 14 Tage lang) sehr leicht gefallen ist: Keine Entzugserscheinungen, keine Nervositätsattacken, keiner Fressanfälle (zumindest nicht häufiger als vorher), keine merkbare Zickigkeit – kein Nichts. Und das kotzt nervt mich an!
Meinen Kollegen fiel das Aufhören leider nicht so leicht, sie leiden (zumindest zum Teil) sehr offensichtlich. Da die Beiden mir jedoch sehr am Herzen liegen und es somit quasi Herzenssache ist, dass wir gemeinsam Aufhören, nimmt mich das ziemlich mit. Ich möchte, dass wir das gemeimsam schaffen und das es uns gut dabei geht. Wenn jemand leidet, dass leide ich micht – so bin ich halt. Nun bin ich es gewohnt, immer mit Rat und klugen Kommentaren zur Seite stehen zu können. Nur hier funktioniert das nicht – das Aufhören fällt mir halt zu leicht.
Und das nervt halt.
Ich will helfen können!
Ums gleich Vorweg zu nehmen: Gestern war einer der geilsten Tage seit Langem. Das Festival war einfach der Hammer, ausnahmslos fast nur Musik, die mir gut gefallen hat. Selbst Tomte, also die Band, gegen die ich am meisten Vorbehalte hatte, haben überzeugt.
Leider muss ich auch sagen, dass es geregnet hat wie Sau. Von unserer Ankunft gegen 17.00 Uhr an bis ca. 22.00 Uhr hat es durchgehend im verschiedenen Stärken gegossen. Glücklicherweise war ich am Vormittag noch so besonnen und habe ein paar Regenponchos geholt. Hätte ich mich auch entsprechend dick gekleidet, wäre es noch toller gewesen. Nun gut, so standen wir dort fast 5 Stunden im Regen und hörten uns die Bands an, alles in wartender Vorfreude auf “Element of Crime”.
Diese konnten uns dann auch voll und ganz überzeugen: Sie spielten eine tolle Mischung aus einigen Songs ihres neuen Albums, welches im Herbst rauskommen soll, und natürlich vielen alten Hits. Es war einfach nur wunderschön und mittlerweile bin ich der Meinung, dass man Herrn Regener auf jeden Fall einmal Live gesehen haben sollte. Außerdem standen wir in der ersten Reihe – das manifestierte das tolle Konzerterlebnis natürlich noch entsprechend.
Auf jeden Fall habe ich noch 2 Bands “entdeckt”, denen ich mehr Aufmerksamkeit schenken möchte: ”Why?” und “Kilians” !
Ach ja: Ich hab’s durchgehalten und nicht geraucht!
Anbei noch ein paar Handyfotos vom Nachmittag/Abend: